1. Welchen Sport betreibst du und wie bist du dazu gekommen?
Ich bin Freeskierin in der Disziplin Halfpipe. Aufgewachsen in einer wintersportbegeisterten Familie, stand ich mit 2 Jahren das erste Mal auf Ski. Mit 7 wechselte ich dann zum Snowboarden und dachte ich fahre nie wieder Ski, da Snowboarden ja „viel cooler ist“. Mit ca.14 Jahren habe ich dann aber meine Liebe zum Freestyle Skifahren gefunden und seitdem gibt es mich nicht mehr ohne meine Ski ;-)
2. Was macht deinen Sport besonders?
Das Besondere an unserem Sport ist die Freiheit und die Kreativität. Jeder Athlet hat seinen eigenen Style und darf die Tricks ausführen, die er zeigen möchte. Wir sind eine tolle Community, die sehr von der Kameradschaft und dem Zusammenhalt lebt.
3. Was war bisher dein größter (sportlicher) Erfolg?
Die Teilnahme an 3 Olympischen Spielen und an den X Games in Aspen. Weltcup Podium, Junioren-Weltmeisterin.
4. Was motiviert dich, jeden Tag aufzustehen?
Die Motivation, jeden Tag an mir zu arbeiten und ein Stück besser zu werden. Egal ob im Kraftraum, auf den Ski oder im Akrobatik-Training. Man hat, selbst im Sommer, jeden Tag die großen Ziele im Kopf, für die man tagtäglich arbeitet. X Games Teilnahme, Weltcup Podien, Olympische Spiele etc. das ist meistens Motivation genug :)
5. Wer ist dein größtes Vorbild und warum?
Ich war immer sehr inspiriert von Lindsey Vonns Mentalität als Sportlerin. In unserem Bereich war es Kaya Turski, Sarah Burke und Jamie Anderson, drei Pioniere, die unseren Sport zu dem gemacht haben, was er heute ist. Es inspirieren mich aber auch viele meiner Freunde, die mit mir trainieren bzw. die gleiche Sportart auf höchstem Level betreiben.
6. Wie gehst du mit dem "Loch" nach einem großen Wettkampf um
Ich versuche mir relativ schnell neue Ziele zu stecken. Das muss nicht immer nur sportlich sein, sondern es können auch Ziele in anderen Bereichen wie dem Studium etc. sein. Ich hatte damals nach den Olympischen Spielen 2018 eine relativ lange Phase, wo ich mich wirklich nicht für das Training motivieren konnte. Jeder Tag war mühsam und ich wusste nicht mehr, wofür ich eigentlich trainiere. Zum Glück hatte ich das nach Olympia 2022 besser unter Kontrolle. Es ist einfach verdammt wichtig, sich immer wieder neue Ziele zu setzen und genaue Pläne zu haben, wie man dieses Ziel erreichen möchte. Es ist wichtig, jeden Tag eine Trainingsstruktur und einen Plan zu haben. Ein unterstützendes Umfeld kann dabei auch sehr hilfreich sein.